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Wie uns die Landschaft abhanden kam

Lang ist's her, kaum kann man sich noch an die Zeit erinnern, als man aus dem fahrenden Auto die Landschaft betrachtetete und sich daran erfreute

Heute wird aus Sicherheitsgründen nur auf den Vordermann geschaut, denn ein Blick zur Seite kann ernste Folgen haben oder die nächst beste Möglichkeit zum Überholen wird verpasst. Alles geht schneller. Auch das Leben. Ein Jahr ist so schnell vorbei. Und je mehr wir uns beeilen, desto weniger Zeit haben wir.

Der Autofahrer hat jetzt den Tunnelblick. Die Bäume, Felder und Wiesen, an denen wir vorbeifahren, die Landschaft wird nicht mehr wahrgenommen. Und was nicht mehr wahrgenommen wird, ist verloren.

 

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Aber wir können sie wiederentdecken. Wenn der Weg das Ziel ist, verschwindet die Eile. Wir fahren langsamer, unser Blick weitet sich und wir haben Zeit, auch einen Blick nach links und rechts zu werfen.

Im Frühjahr ist es der gelbe Raps, der das Auge erfreut, das erste Grün auf den Bäumen.  Im Sommer fahren wir unter einem dichten Blätterdach dahin, das sich im Herbst bunt färbt.

Am besten eignen sich dazu Nebenstrecken mit einer geringen Verkehrsdichte. Es ist ein Hochgenuss und etwas länger dauert die Fahrt auch, aber dafür wird man mehr als belohnt.