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Saisonauftakt 2011
anfanhrt Es ist Sonntag-Früh um 8:00 Uhr, die Temperatur ist gerade mal über Null Grad, knapp 2 Grad zeigt das Aussenthermometer an. Der Nebel lässt eine Sichtweite von teilweise unter 50 mtr. zu. Es wird Zeit zum Treffpunkt zu fahren, ...

denn Heute soll unser Start in die Saison mit einer Ausfahrt in die Holsteinische-Schweiz beginnen. Wir wählen den kurzen Weg, fahren durch die Innenstadt, um diese Zeit am Sonntag-Morgen wird kaum Verkehr sein.

Der MG springt nach den ersten Umdrehungen willig an, ihm gefällt wohl die feuchte Luft. Das Verdeck lassen wir unten, es regnet ja nicht. Wir selbst haben und mit Felljacke und gefütterter Kopfhaube gegen die Kälte gewappnet. Sicherheitshalber haben wir leichte Bekleidung mitgenommen, denn der Tag soll sonnig und warm werden.

Etwas vor der Zeit sind wir am Treffpunkt, aber wir sind nicht die Ersten. Und es ist erstaunlich, noch vor der angesagten Abfahrtszeit sind alle 21 Fahrzeuge eingetroffen. Liegt das an den guten Wetteraussichten oder an der verlockenden Tour nach der langen Winterpause?

Eingeteilt in vier Gruppen zu je 5 bzw. 6 Fahrzeugen starten wir zur ersten Etappe zum Gut Pronstorf. In jeder Gruppe fährt ein Guide vorweg, der den Weg kennt. Geführt durch das Navi können alle Beteiligten die Landschaft betrachten, die sich links und rechts des Weges auftut. Zum Beispiel wie die Sonne langsam steigt und an Kraft gewinnt und so den Nebel vertreibt. Hin und wieder in den Rückspiegel schauen, um zu prüfen, dass die Gruppe beieinander bleibt, mehr ist nicht zu tun. (Ein Klick auf die Karte zeigt Details der Route)

route

Die Fahrt erfolgt im gemächlichen Tempo auf Nebenstrecken mit wenig Ampeln und zu dieser Zeit auch wenig Verkehr. Das erste Grün ist zu sehen, selbst einige Laubbäume wollen mit ihren hellgrünen Blättern die ersten Sonnenstrahlen tanken. Der Frühling kommt bestimmt.

anfahrt

Pünktlich mit dem Glockenschlag von der Turmuhr des Herrenhauses kommen wir um 10:30 Uhr auf Gut Pronstorf an und werden von Gräfin und Graf zu Rantzau  herzlich willkommen geheissen.

Graf zu Rantzau lässt es sich nicht nehmen, uns die Geschichte des Gutes näherzubringen. Das Gut Pronstorf ist ein adliges Lehnsgut aus dem 14. Jahrhundert. Das Gut mit altem Torhaus und großem Wirtschaftshof umfasst beinahe das gesamte Dorf. Herz und Prunkstück des Gutes ist das aus dem Jahre 1728 stammende Herrenhaus. Es zählt zu den schönsten Barockbauten Norddeutschlands. Bis Ende des 19. Jahrhunderts war es im Besitz der Familie von Buchwaldt. Seit nunmehr gut einem Jahrhundert ist die Familie der Grafen zu Rantzau hier zuhause.

pronstorf

 

Ein Gut ist nach der Definition mehr als nur ein grosser Bauernhof, es ist, oder besser war, eine landwirtschaftliche Wirtschaftseinheit, die weitgehend autark war. Zusätzlich zum landwirtschaftlichen Betrieb gab es eine Schmiede, eine Stellmacherei, Fischzucht, Forstwirtschaft, eine Ziegelei und natürlich eine Kirche. Hier ist es die Vicelin-Kirche zu Pronstorf.

Bei aller Nostalgie geht es heute darum, das Gut durch ein neues Nutzungskonzept auch zukünftigen Generationen zu erhalten, was durch den Ausbau des Torhauses zu einem Gästehaus, das für kulturelle Veranstaltungen der Region genutzt wird, umgesetzt wurde. Unter Führung von Graf zu Rantzau konnten wir uns von der historischen, barocken Architektur, die mit viel Liebe zum Detail wieder hergerichtet wurde, überzeugen. So kam gleich der Wunsch auf, das Pronstorfer-Torhaus mit seinen historischen Räumen als Ausgangspunkt für eine Oldtimerveranstaltung zu buchen.
torhaus
Links:  www.gutpronstorf.de und www.pronstorfertorhaus.de

Die Zeit drängt, gerne wären wir länger geblieben und hätten mehr über die Anforderungen an die Leitung eines Gutes erfahren, aber Eutin erwartet uns.

Die Sonne setzt sich weiter durch, die Felljacke und die Handschuhe können wir in den Kofferraum verstauen und eine Schirmmütze wird statt der Lederhaube aufgesetzt.

Noch eine Schleife fahren für ein Fotoshooting und schon sind wir in der Holsteinischen-Schweiz, mit den sanften Hügeln und leichten Kurven in Richtung Eutin unterwegs.
anfahrt

In Eutin sind Parkplätze für uns in der Innenstadt reserviert, nur wenige Schritte vom Eutiner-Brauhaus entfernt, wo wir unsere Mittagsrast einlegten (Link eutin.de, Tourist-Info Tel. 04521-70970). Das Brauhaus war gut besucht, nur gut, dass wir reservierte Plätze hatten. Auf der Speisekarte fand jeder etwas für seinen Geschmack.

Das Brauhaus Eutin hat eine lange Geschichte, die nicht immer erfolgreich verlief. Erst in den letzten Jahren hat die Familie Gutzeit durch ein neues Konzept einen attraktiven Anziehungspunkt direkt am Marktplatz in Eutin geschaffen. Uns hat es gut gefallen und wir kommen gerne wieder.
Link brauhaus-eutin.de

Danach ging es zu Fuss zum Eutiner-Schloss, dass für uns noch vor der offiziellen Öffnung eine Museums-Führung anbot.

schloss eutin

 

Die Sonne steht an ihrem höchsten Punkt, die Temperatur erreicht 20 Grad, auf die Jacke können wir jetzt auch verzichten.

Als ehemalige Residenz der Fürstbischöfe von Lübeck und späteres Wohnschloss der Grossherzöge von Oldenburg vermittelt das Eutiner Schlossmuseum einen einzigartigen Eindruck herrschaftlicher Wohnkultur. Die Besonderheit der Anlage besteht in dem einmaligen Zusammenspiel von originaler historischer Architektur und authentischer Ausstattung. 1986 bis 2006 wurde das Schloss aufwendig saniert und restauriert. Auch das Inventar aus Gemälden, Gobelins, opulenten seidenen Wandbespannungen oder auch sehenswerten Kachelöfen wurde fachgerecht überarbeitet.

Zur Vorbereitung auf eine Führung durch das Schloss (Telefon-Nr. 04521/7095-0) ist die Onlinepräsenz, der ich den obigen Abschnitt entnommen habe, sehr zu empfehlen.
Link: schloss-eutin.de


Die schönste Strecke lag noch vor uns. Nach dem Sammeln und Zuordnung in vier verschiedene Gruppen fuhren wir auf teils schmalen Wegen durch die reizvolle Landschaft der Holsteinischen-Schweiz zum Café Ehrgarten.
anfahrt

 

Uns erwartet ein wunderschöner Park mit zahlreichen Sitzgelegenheiten und ein Tortenbuffet vom Feinsten.

ehrgarten

Wie aus einem landwirtschaftlichen Betrieb ein Garten-Café wurde verrät die Online-Präsenz   Link: Café-Ehrgarten

Uns hat es sehr gut gefallen und wir sind gespannt auf einen zweiten Besuch, wenn der Garten in voller Blüte steht.


Alles hat mal ein Ende, auch ein sonniger Sonntag. Gegen 18:00 Uhr trat jeder seine Heimreise an. Ein paar persönliche Eindrücke können in meiner Bildergallerie angesehen werden, dazu genügt hier ein Klick.

Kurz und bündig könnte man sagen:
Sonniges Wetter, beste Stimmung, eine schöne Strecke, eine gelungene Ausfahrt.